Die Armutsindustrie
Nun ist es ja nicht so, dass von der "Bekämpfung der Arbeitslosigkeit" niemand profitiert - im Gegenteil, es hat sich eine stetig wachsende "Armutsindustrie" gebildet. Das sind weniger die Mitarbeiter der Bundesagentur, Jobcenter oder ARGEn. Es beginnt bei den privaten Vermittlern, geht weiter über die Bildungs- und Maßnahmeträger und endet noch lange nicht bei den Firmen, die statt adäquat entlohnter (Fach)arbeiter Praktikanten oder gar "Ein-Euro-Jobber" einstellen.
Die Autorin Eva Müller hat für ihre Reportage, die im Juli 2009 in der ARD zu sehen war, bei Bildungsträgern, Arbeitgebern, im JobCenter recherchiert und hat Langzeitarbeitslose, die von den Maßnahmen eigentlich profitieren sollten und doch häufig die Leidtragenden sind, befragt. Diese Reportage kann man sich auf der Webseite gegen-hartz.de ansehen.
Nun kenne ich durchaus Mitarbeiter bei den Bildungsträgern oder in den JobCentern, die sich ernsthaft bemühen, im Rahmen der Möglichkeiten für ihre Kunden Positives zu erreichen (dies müssen übrigens nicht immer die gleichen sein, die von ihrer Arbeit und den Maßnahmen überzeugt sind!). Zum überwiegenden Teil jedoch werden die Maßnahmen nicht nach den Bedürfnissen der Leistungsbezieher sondern nach den Vorgaben der Jobcenter, Arbeitsagenturen oder Paragraphen gestaltet - und damit sehr häufig am Arbeitslosen vorbei.
Noch zu Ergänzen:
Fakten, Fakten, Fakten. ;)






