Fazit
Noch mal in aller Kürze:
- Der Arbeitsmarkt hat sich grundlegend gewandelt - es gibt keine Vollbeschäftigung mehr, gerade im sozialen und pflegerischen Bereich ist man auf den Einsatz Ehrenamtlicher angewiesen.
- Erwerbsarbeit und Einkommen müssen voneinander abgekoppelt werden.
- Ein neuer Umgang mit dem Begriff "Arbeit" ist unumgänglich: Das ewige "nur wer einen Job hat soll auch was zum Essen haben" ist Geschichte!
- Viele Erwerbstätige können von ihrem Lohn nicht mehr leben.
- Man kann sich über den theoretischen Sinn der Hartz-Konzepte streiten, in der Praxis haben sie nicht den gewünschten Erfolg gebracht und gehören abgeschafft.
- Die Kapazitäten (Beratung und Vermittlung) sollten sich auf diejenigen fokussieren, die einen Verbleib / eine Wiedereingliederung in den regulären Arbeitsmarkt anstreben.
- Eine bedingungslose Grundsicherung, mit der man bescheiden aber würdevoll leben - und am gesellschaftlichen Leben teilhaben - kann muss schleunigst eingeführt werden. Mittel- bis langfristig könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen angestrebt werden.
- Die Steuerpolitik muss geändert werden - Umverteilung nicht von unten nach oben sondern zugunsten des Allgemeinwohls.
- Alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihren finanziellen Möglichkeiten, haben ein Anrecht auf Bildung und Förderung. Dies muss endlich in der Praxis umgesetzt werden!
- Vor allem junge Menschen benötigen wieder Perspektiven. Gerade bei sozial Schwachen und Menschen mit niedrigem Bildungsniveau liegt dies nicht unbedingt in der Erwerbstätigkeit - ein Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft muss entwickelt werden.






